Gitarrenkurs

Juni 2017

Das syrísche Mädchen Lelas hatte den Wunsch, Gitarre zu lernen. Von ihrem Klassenlehrer bekam sie die erste Gitarre geschenkt. Jetzt fehlte nur noch ein professioneller Unterricht. Dieser wurde bald gefunden. Uli Mayer, Grundschullehrerin, hatte in den Pfingstferien Zeit und unterrichtete täglich eine Stunde. Das Ergebnis kann man gut anhören.
Uli Mayer sagte dazu: „Es hat mir und ihr viel Spaß gemacht. Wir haben in den Ferien die wichtigsten Griffe zur Begleitung eines Gesangs gelernt, sie muss halt jetzt zu Hause noch ein bisschen üben, um die Schnelligkeit beim Spiel zu verbessern. Das kann sie aber gut alleine schaffen, sie ist fleißig und übt“. Zum Üben bekommt Lelas noch ein Liederbuch mit deutschen Kinderliedern.
Evtl. gibt es eine Fortsetzung des Kurses in den Sommerferien.

Fundsache

Juni 2017

Momentan kursieren ja viele Meldungen in den Medien über negative Ereignisse im Zusammenhang mit Flüchtlingen und Migranten. Manche davon sind bedrohlich, manche auch nur ärgerlich. Aber alle sind sie doch irgendwie beunruhigend für die Bürger.
Aber kürzlich hat sich etwas Nettes zugetragen in Bernau. Tsadkan Jakob, eine junge Frau aus Eritrea, die in Bernau als Flüchtling schon anerkannt ist, hat zwei Geldscheine auf der Straße gefunden. Der Wert des einen war 2000, der des anderen war 500. Die Geldscheine und den wirklichen Geldwert kannte sie nicht. Aber Frau Rosemarie Kern im Bürgerbüro in Bernau hat schnell herausgefunden, dass es sich um ungarische Forinth handelt. Den tatsächlichen Wert ermittelte sie flott mit 8 Euro 50 Cent. Also eine Summe, die kaum den schriftlichen Aufwand der Fundsache rechtfertigte. Bemerkenswert aber ist, dass die junge Frau das Geld im Fundbüro abgegeben hatte, obwohl die Summen gerade für sie immens hoch waren und nach viel Geld aussahen. Für dieses ehrliche Verhalten hat sie unsere Anerkennung und unser aller Lob verdient. Was lehrt uns das? Unseren Flüchtlingen sollten wir trotz der vielen negativen Pressemeldungen nicht pauschal mit Misstrauen begegnen, sie nicht als bedenkliche Lebewesen betrachten, sondern immer wieder von neuem als Menschen.
 

Gelebte Integration

Ausflug am 4. Mai

Am Donnerstagnachmittag unternahm die Kinder-Mütter-Gruppe der Ev. Kirche unter der Leitung von Maria Oberlechner einen Maiausflug - Rund um den Hitzelsberg. Insgesamt 23 Kinder in Begleitung einiger Elternteile haben teilgenommen. Darunter ein großer Anteil von den in Bernau lebenden Flüchtlingskindern. Der Ausflug hat Groß und Klein sehr gut gefallen.

Rama-Dama Umwelttag

März 2017

Die Blumen- und Gartenfreunde Bernau luden alle freiwilligen Helfer auch in diesem Jahr zusammen mit den Hundehaltern zur Umweltaktion Rama-Dama ein. Die mit Müllsäcken und Abfallgreifern ausgerüsteten Frei­­­willigen versuchten den Ortsbereich Bernau in alle Richtungen von diversem Unrat zu säubern. Der gefundene Abfall setzt sich mittlerweile überwiegend aus diversem Verpackungsmaterial, Überbleibsel der Feuer­werkskörper von Sylvester und leeren Flaschen und Gläsern zusammen. Diese verrotten leider nicht und hinter­lassen ein sehr negatives Ortsbild. Ein besonderer Dank gilt den zwei jungen Männern aus Gambia und Afghanistan, die auf Initiative der Flüchtlings­hilfe Bernau fleißig beim Einsammeln mithalfen. Die von der Gemeinde gestiftete Brotzeit zum Schluss der Aktion wurde von allen Teilnehmern dankend angenommen.

 

Sternfahrt nach München

März 2017

Dem Aufruf von Pfarrer Jost Hermann zu der Sternfahrt nach München waren etwa 1000 ehrenamtliche Helfer und Flüchtlinge aus 120 bayerischen Helferkreisen gefolgt. Der Protest war gegen die aktuelle Abschiebungspraxis nach Afghanistan und gegen das Arbeitsverbot für Asylbewerber gerichtet. Die Bernauer Flüchtlingshilfe war mit 15 Leuten dabei. Gemeinsam mit dem Zug zum Hauptbahnhof, weiter zu Fuß auf die Theresienwiese. Schon an den Bahnhöfen wurden Fotos von den Helfergruppen gemacht und begleitend zur Tutzinger Resolution an den Innenminister Hermann geschickt, der von Anfang an zu einem Gespräch nicht bereit war. Weitere Fotos folgten von der friedlichen Versammlung direkt unterhalb der Bavaria, inspiziert nur von einem entfernt geparkten Polizeiauto. Reden wurden keine gehalten. Die ganze Aktion von der Lokalpresse dennoch wohlwollend wahrgenommen und publiziert.   

  

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