Kinderspielplatz geöffnet

April 2018

Die meisten Familien sind nun eingezogen. Es gibt aber immer noch allerhand zu tun. So wurde nun endlich der Kinderspielplatz geöffnet und auch sofort von den Kindern begeistert gestürmt. Zur Einweihung gab es jede Menge "Sandkuchen". Die Klamottenkiste der Bernauer Flüchtlingshilfe spendierte dazu ein großes Sortiment an Spielsachen für den Sandkasten. Ebenso eine große Kiste zur Aufbewahrung des Spielzeugs. Ein paar Gartenstühle ersetzen im Moment noch die angekündigten vier Bänke, die die Regierung von OBB dazustiften will. Der Platz ist mittig und zweckmäßig angelegt. Eine weiche Mulchauflage verhindert eventuelle Sturzverletzungen. Bleibt zu wünschen, dass die Kinder lange Freude und Spaß daran haben werden.

   

Umzug in die Baumannstraße – Endspurt 

März 2018

Endlich ist es soweit, dass vier Familien aus der Gemeinschaftsunter­kunft in die von der Regierung OBB neu gebauten Wohnungen umziehen können. Diese waren Mitte Januar bis auf die Außenanlagen und den Spie­lplatz fertig. Am 1. März bekamen wir vom Landratsamt endlich die Mitteilung, dass vier Familien aus Bernau eine Wohnung bekommen sollen. Einzugstermin 15. März 2018.

Man gab uns gerade mal zwei Wochen Zeit, einen kompletten Hausstand viermal zu besorgen und umzuziehen! Vorsorglich hatten wir schon im Januar für jede Familie einen „Umzugspaten“ aus dem Helferkreis gewinnen können. Ohne die Paten und den aktiven Helfern stünden die Familien noch heute vor ihren leeren Wohnungen. Inzwischen wurden zwei Küchen besorgt und eingebaut. Betten, Matratzen, Schränke, Tische, Stühle, Kühlschränke, Geschirr, Waschmaschinen usw. mussten in kurzer Zeit gefunden werden.

Das alles will organisiert und transportiert sein. Den Kern des Umzugs koordiniert Susanne Armbruster-Brück, die unermüdliche, gute Seele in unserem Helferkreis. Zusammen mit den Paten sucht sie nach bezahlbaren oder geschenkten Möbeln und nach Handwerkern. Ebenso managt sie den anschließenden Transport der erstandenen Stücke, den ein schlagkräftiges Team mit geliehenen Anhängern und eigenen Autos übernimmt.

Zwei Familien sind am 17. März eingezogen, die anderen folgen in Kürze. Derzeit schlafen, sitzen und essen sie auf Provisorien, teilweise auf dem Boden, bis der Rest dazu kommt.

Wie bitte stellt sich das Landratsamt vor, wie die Familien das allein stemmen sollen? Darüber scheint sich niemand Gedanken gemacht zu haben. Da verlässt man sich wissentlich auf die Helfer der Flüchtlings­­hilfe. Die werden das schon richten. Tun wir auch. Seit Wochen sammeln wir Möbel und Einrichtungsgegenstände – und wir geben den Familien Kredite aus der Spendenkasse, die sie dann kleinteilig zurückzahlen können/ müssen. Ohne unsere finanzielle Unterstützung und die Hilfe der Paten und Helfer könnten die Familien diesen Umzug nicht bewältigen. Wenn das alles vorbei ist, brauchen wir Ehrenamtlichen einen Kuraufent­halt. Aber wer bezahlt uns den? Vielleicht der gütige, einsichtige Staat, der die Helferkreise inzwischen als Gegner betrachtet, weil sie die Mängel in den Ämtern und deren Umgang mit den Helfern an den Pranger stellen?

   

   

Fröhliche Weihnachten

Dezember 2017

Die Familie Heinrichsberger hatte die Bewohner des Alten Rathauses und alle Aktiven der Bernauer Flüchtlingshilfe zu einer Feier ins Gasthaus Kampenwand eingeladen. Der Chef verwöhnte seine Gäste mit einem reichhaltigen Speisen-Angebot samt Getränken. Alle Beteiligten genossen entspannt den vorweihnachtlichen Abend. Die Bernauer Flüchtlingshilfe bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

 

Der Nikolaus war da

Dezember 2017

Am Freitag, den 8. Dezember kam der Nikolaus
in die Bernauer Apotheke. Dort konnten die am
Vortag abgegebenen Socken – persönlich vom
Hl. Nikolaus befüllt – wieder abgeholt werden.
Diese Aktion wurde auch von unseren Flüchtlingskindern gut besucht.

 

  

Unterstützung ist gefragt

Liebe Mitbürger und Vermieter in Bernau,

nach zweieinhalb Jahren der Hilfe und Fürsorge für die Flüchtlinge haben sich da und dort Ermüdungs-
erscheinungen bei den Helfern gezeigt. Das liegt teilweise an den Schwierigkeiten mit den Behörden, aber auch an den zum Teil berechtigten Ansprüchen der Flüchtlinge. Wir brauchen viel Geduld und auch verständnisvolle Toleranz, wenn wir weiterarbeiten wollen. Es gibt ja auch sehr positive Erlebnisse, die viel Ärger und auch Enttäuschung wieder vergessen lassen. Deshalb nun unser Aufruf an Sie, uns zu unterstützen.
Nachdem doch einige Flüchtlinge inzwischen in Jobs eingebunden sind, wird eines immer dringlicher, die Flüchtlinge möchten aus ihren Unterkünften raus und in normale Wohnungen umziehen. Das ist verständlich, nachvollziehbar, aber auch unsagbar schwierig. Wenn man potentielle Vermieter fragt, ob sie auch an Flüchtlinge vermieten würden, kommt meist eine Absage. Auf dem freien Markt Wohnungen für Flüchtlinge zu finden, die auch für das Jobcenter akzeptabel sind, ist noch einmal eine beinahe unüberwindliche Hürde und für uns Helfer ein Herausforderung. Aus unserer Erfahrung heraus sind wohl Wohnungen eher durch Hörensagen oder Beziehungen in der Nachbarschaft zu finden. Deshalb unsere Bitte an alle, die auf diesem Weg helfen wollen, Augen und Ohren offen zu halten nach frei werdenden Wohnungen. Es gibt sicherlich weitsichtige und tolerante Vermieter, die gerne helfen und es gibt Flüchtlinge, die man guten Gewissens empfehlen kann, weil sie ehrlich und ordentlich sind. Deshalb noch einmal der Aufruf an Sie:
Melden Sie sich bitte, wenn Sie eine Wohnung zu vermieten haben.