Großer Dank an unsere „stillen Helfer“

Besonders viel zu tun hatte unser „Ämterlotse“. Arztbesuche und Anmeldungen im Rathaus waren zu organisieren. Ihm standen viele „stille Helfer“ zur Seite, die spontan und ohne viel Aufhebens wertvolle Hilfe leisteten. So ist dem Zahnarzt zu danken, der einer Kongolesin einen Weisheitszahn zog. Ein Bernauer Internist, der zum Glück serbokroatisch spricht, linderte einem Kosovaren die Schmerzen. Ein Mitarbeiter unserer Bernauer Meldestelle vollzog sogar außerhalb der Öffnungszeiten die Anmeldungen für unsere „Neubürger auf Zeit“ – vielsprachig, mit unendlicher Geduld und viel Empathie.

Ganz praktische Hilfe leisteten Bernauer Frauen, die kurz nach Ankunft der Flüchtlinge eine erste warme Mahlzeit zubereiteten und noch benötigte Wäsche und Küchenutensilien vorbeibrachten. Dank gilt auch den Spendern von Kinderspielzeug und Kinderkleidung für unsere zwei jüngsten Gäste. Zu guter Letzt danken wir für die Bargeldspenden an den Verein.

Ankunft der ersten Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Alten Rathaus

Nach längerer Zeit der Ungewissheit wurden nun am Rosenmontag und Faschingsdienstag die ersten 18 Asylbewerber einquartiert. Inzwischen beherbergt das Alte Rathaus 22 Flüchtlinge. Der weitaus größte Teil davon kam mit dem Zug zu unterschiedlichen Uhrzeiten aus Richtung München. Dank der Hilfsbereitschaft einiger aufmerksamer Einheimischer konnte dann auch der Rest des Weges erfolgreich bewältigt werden. Am Ziel angekommen, wurden die Flüchtlinge durch die anwesenden Helfer der Bernauer Flüchtlingshilfe und Herrn Heinrichsberger ohne größere Probleme in den Räumen des Asylbewerberheims untergebracht.

Derzeit beherbergt Bernau Menschen aus Eritrea, Kongo, Afghanistan und dem Kosovo. Darunter befinden sich zwei kleine Kinder, dreizehn Frauen und sieben Männer. Besonders die Frauen sind zum Teil gezeichnet vom langen Weg nach Deutschland bzw. Bernau und benötigen noch eine gewisse Zeit zur Eingewöhnung.

Umbauarbeiten abgeschlossen

Die Umbauarbeiten im alten Rathaus wurden inzwischen abgeschlossen.


Die Zimmer sind einfach, aber zweckmäßig eingerichtet und warten auf die Ankunft der ersten Flüchtlinge.