UNTERSTÜTZUNG IST GEFRAGT

Liebe Mitbürger und Vermieter in Bernau,

nach zweieinhalb Jahren der Hilfe und Fürsorge für die Flüchtlinge haben sich da und dort Ermüdungs-
erscheinungen bei den Helfern gezeigt. Das liegt teilweise an den Schwierigkeiten mit den Behörden,
aber auch an den zum Teil berechtigten Ansprüchen der Flüchtlinge. Wir brauchen viel Geduld und auch
verständnisvolle Toleranz, wenn wir weiterarbeiten wollen. Es gibt ja auch sehr positive Erlebnisse, die
viel Ärger und auch Enttäuschung wieder vergessen lassen. Deshalb nun unser Aufruf an Sie, uns zu unterstützen.
Nachdem doch einige Flüchtlinge inzwischen in Jobs eingebunden sind, wird eines immer dringlicher,
die Flüchtlinge möchten aus ihren Unterkünften raus und in normale Wohnungen umziehen. Das ist verständlich, nachvollziehbar, aber auch unsagbar schwierig. Wenn man potentielle Vermieter fragt,
ob sie auch an Flüchtlinge vermieten würden, kommt meist eine Absage. Auf dem freien Markt Wohnungen für Flüchtlinge zu finden, die auch für das Jobcenter akzeptabel sind, ist noch einmal eine beinahe
unüberwindliche Hürde und für uns Helfer ein Herausforderung.
Aus unserer Erfahrung heraus sind wohl Wohnungen eher durch Hörensagen oder Beziehungen in der Nachbarschaft zu finden. Deshalb unsere Bitte an alle, die auf diesem Weg helfen wollen, Augen und Ohren offen zu halten nach frei werdenden Wohnungen. Es gibt sicherlich weitsichtige und tolerante Vermieter, die gerne helfen und es gibt Flüchtlinge, die man guten Gewissens empfehlen kann, weil sie ehrlich und ordentlich sind. Deshalb noch einmal der Aufruf an Sie:
Melden Sie sich bitte, wenn Sie eine Wohnung zu vermieten haben.

Neuer Unterrichtsbeginn

August 2017

Heller Jubel und Freude brachen aus, als die über Wochen ausgegrenzten Frauen erfuhren, dass der Deutschunterricht für sie wieder aufgenommen werden kann. Eine nicht nachvollziehbare Anordnung aus dem Landratsamt Rosenheim hatte diesen Unterricht im Rathaus abrupt beendet. Dabei traf es vor allem die Frauen, die derzeit an einem regulären, staatlichen Deutschunterricht nicht teilnehmen können, solange ihre Babys und Kleinkinder eben Priorität haben müssen.
Meine Intervention  beim Landrat Berthaler und ein verständnisvoller Regierungsrat, Dr. Diller, bewirkten ein Umdenken in der Faktenlage, die unseren Helfern im Verein hinreichend bekannt ist. Die Anordnung wurde zurück genommen und die abgehängten Frauen können den von unseren eigenen ehrenamtlichen Helfern geleisteten Deutschunterricht wieder aufnehmen. Heute habe ich eine vorher nicht dagewesene Motivation bei den SchülerInnen wahrgenommen. Wohl auch deshalb, weil ich noch einmal eindringlich die Not-
wendigkeit der guten Deutschkenntnisse gepredigt hatte. Dies vor allem bei der Wohnungssuche, die sich besonders schwierig gestaltet, wenn die potentiellen Mietbewerber nicht gut Deutsch sprechen.
Was lehrt uns die Sache? „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
In diesem Sinne, Euer 1. Vorsitzender

Wanderung zur Maisalm

August 2017

Das Versprechen vom Flohmarktteam, die Helfer zu einem Ausflug zur Maisalm einzuladen, wurde nun
im August eingelöst. Mit dem Auto ging's zuerst nach Hintergschwendt und von dort zu Fuß zur nahegelegenen Maisalm. Besonders für die Kinder war es ein entdeckungsreicher Spiele-Nachmittag.
Bei sonnigem Wetter ließen sich die insgesamt 26 Teilnehmer den Zwetschgendatschi, Apfelkuchen
und Kaiserschmarrn schmecken. Danke nochmal
an Susanne, die alles perfekt organisiert hat und
krankheitsbedingt leider nicht dabei sein konnte.

 

 

Flohmarkt

Juni 2017

Die Bernauer Vereine haben am Samstag, 24. Juni 2017, einen gemeinsamen Flohmarkt auf dem Rat-
hausplatz organisiert und veranstaltet. Und
wir vom Flüchtlingsverein waren auch dabei. Auf die Beine gestellt hat das unsere talentierte Organisatorin Susanne Armbruster-Brück, die auch noch gleich-
zeitig, nebenan, einen Stand für die Nepalhilfe be-
treute. Die erwünschten Beträge für die verkauften Artikel haben wir immer bei der
„Chefin“ erfragt und dann eingesammelt. Kaum jemand sonst ist beim Einpreisen so fit wie Susanne. Unterstützung hatte sie von Kolleginnen und Kollegen des Flüchtlings-
vereins und einigen Asylbewerbern, die für das Ganze eine optische
Bereicherung waren. Die Fotos zeigen das recht schön. Insgesamt war der Flohmarkt ein runder Erfolg, der einen ansehnlichen Betrag in die Kasse brachte. Als Anerkennung für die erbrachte Mühe ist schon mal angedacht, mit allen Beteiligten und Helfern in diesem Sommer eine Wanderung auf die Mais-Alm zu machen. Butter-
milch, Hollersaft, und Kracherl mit Kaiserschmarrn kommen da sicher auch bei den Flüchtlingen
gut an, die am Samstag wie immer freiwillig dabei waren und mit uns zusammen viel Spaß hatten.